Sonntag, 2. Oktober 2016

Klappe halten

Regel No. 1 bei plötzlichem Reichtum:
nicht drüber reden!

380.000 sind eh zu wenig zum drüber reden.
Klingt bekloppt, ist aber so.

Ich habe bisher nur meine beste Freundin eingeweiht.
Und natürlich meine Mutter.

Denn lässt Du deine Freude ungehemmt raus und posaunst es rum, bettelt dich garantiert irgendeiner an.
Die arbeitslose Nachbarin zum Beispiel, mit 4 Kindern von 5 Männern und du sagst "Nö".
Oder die verschuldete Arbeitskollegin, die sich nicht das tiefergelegte Klo für ihre, durch einen Schlaganfall neuerdings gehbehinderte Mutter leisten kann.
Dann bist Du der Arsch auf ewig
Und zwar in der ganzen Stadt, denn Hilfsbereitschaftslosigkeit spricht sich rum.

Ab und zu mal den Cappuccino beim Elternfrühstück für alle zahlen oder die berühmte "Kleinigkeit" zum nächsten Besuch mitbringen - ok.
Aber erstmal muss ich sehen, wie ich bzw. wir klarkommen.

Oh Mann, wie rede ich denn??
Sollte ich diesen Blog besser umbenennen in:
"Wie ich dank Onkel Paul zum Ebenezer Scrooge mutierte"
??

Kommentare:

  1. 380.000 ist nicht gerade der riesige Reichtum, mit dem man anfangen kann anderen reiche Geschenke zu machen. Insbesondere, wenn man selbst noch die eine oder andere Rechnung offen hat.
    Ich finde nicht, dass du zu egoistisch klingst.

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    1. lefli, gut, dass mal von jemand anderem zu hören :-) Ich versuche jedenfalls, das schlechte Gewissen nicht zu groß werden zu lassen.

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  2. Alles unterhalb von 1 Mio würde ich nicht Ansatzweise als Reichtum bezeichnen. Für 380.000 bekommt man hier in der Gegend nicht einmal eine Doppelhaushälfte. Würde ich jemanden als Reiche rachten in einer Doppelhaushälfte? Nein.

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