Freitag, 30. Dezember 2016

Was lacostet die Welt?

Zu Weihnachten habe ich Gutes verschenkt.
"Gut" im Sinne von teuer und hochwertig.
Auch Menschen, die von meiner Erbschaft nichts wissen haben diesmal etwas kostspieligere Sachen bekommen.

Einen Teil habe ich live gekauft, einen Teil habe ich online geshoppt.

Was mir bei allen Käufen und Bestellungen negativ aufgefallen ist:
egal, was man im hochpreisigen Bereich kauft, seien es Lebensmittel, Getränke, Accessoires oder Kleidung, es ist ist eine Umweltsauerei.
Ja, echt.
Es ist zwar alles wunderschön verpackt, sogar die Salami (hihi), aber man nestelt sich beim Auspacken durch Bänder, Schleifen, Tücher, muss sich durch Seidenpapier, Lackpapier und Pergament wühlen, und am Ende stapeln sich leere Holzkistchen, Tütchen und Samtkartons.
Und ich spreche jetzt nicht von Geschenkverpackungen, nee, ich meine die ganz normalen Verkaufsverpackungen.
Ja, spinnen die denn?

Am "Besten" war eine kleine original Sachertorte verpackt:
In mehreren Lagen Seidenpapier war ein Karton (40 x 40 cm) eingeschlagen.
Der Karton war umhüllt von einer zugeschweißten Plastikfolie.
Der Karton selber war fast schon ein kleines Regal: ein sehr stabiler und schön bedruckter Karton mit Schublade.
In der Schublade befanden sich schwarze Papierschnipsel.
In den Schnipseln fand man dann eine Holzkiste (25 x 25 cm).
Darin befand sich ein zugeschweißter Karton und darin endlich - das Sachertörtchen (20 x 20).

Klar muss ein Lebensmittel sehr gut verpackt sein, grad wenn sie so einen langen Weg hinter sich haben, wie das Wiener Törtchen, aber etwas weniger Bohai, besser gesagt: Müll, wäre schon toll. Das schaffen Bofrost oder Diäko ja auch!

Und ja: es macht Spaß "großartig" auszupacken. Aber man muss es echt nicht übertreiben und mir ist dann doch die Müllvermeidung wichtiger.
Aber es fällt mir immer wieder auf: je teurer, desto mehr Verpackungsmüll, selbst wenn man es vor Ort kauft.
Chanelballerinas für Mutter: Karton, Seidenpapier im Karton, Seidenpapier im Schuh, Schleifen, Stoffbeutel, Lackpapiertüte.
Too much!
Aber: du sagst auch nicht wie sonst bei Deichmann: "Lassen Sie den Karton weg, ich packe mir die Schuhe in meinen Shopper."
Das wär ja fast schon Frevel :-)))


Übrigens: 
diejenige, die das Sachertörtchen geschenkt bekommen hat, nutzt den Schubladenkarton jetzt für ihre Nylons :-)
Und das Törtchen hat bombastisch geschmeckt!!